Trauernd durch die Weihnachtszeit

01.12.2019 / Trauer

Wenn er kommt, kommt er meist ungeplant. Ohne Rücksicht auf volle Terminkalender oder Feiertage. Der Tod ist ein unberechenbarer Begleiter unseres Lebens und meldet sich oft dann, wenn wir ihn am wenigstens gebrauchen können. 

Weihnachtszeit Trauer

Das Kalenderblatt zeigt Dezember, Zeit für besinnliche Adventstage, glitzernde Dekoration und den Duft von Spekulatius. Die Weihnachtszeit ist eine Zeit des Beisammenseins, der Liebe und Familie. Doch was ist, wenn genau in dieser noch so schönen Zeit ganz plötzlich einer unserer Liebsten verstirbt? Können wir dann überhaupt noch Weihnachten feiern? Der Schock über den Tod steckt meist so tief in den Knochen, dass die Wahrnehmung verschwimmt. Erinnerungen prägen die über Jahre manifestierte Routine und stellen die Trauernden gerade in der Weihnachtszeit auf eine harte Probe. Mit diesem Beitrag möchten wir betroffenen Trauernden mit Tipps und Anregungen durch die Weihnachtszeit helfen.

Heiligabend stellt Trauernde vor eine besondere Herausforderung. Das Fest der Liebe ohne den geliebten Menschen zu zelebrieren, erscheint für Angehörige nahezu unmöglich. Auch wenn man keine große emotionale Verbindung zum Weihnachtsfest hat, wird man an Tagen wie diesen doch an den unwiederbringlichen Verlust erinnert. "Warum musste er/sie gerade jetzt sterben?", sind Fragen, die Sie sich zu jeder Zeit stellen würden. Ein Todesfall kommt nie gelegen.

Raum zur Trauer statt Verdrängung

Flucht oder Verdrängung, die sicher meist gewählten Wege der Verarbeitung, lassen den Trauerfall leider nicht weniger schmerzhaft erscheinen. Das Gefühl der Trauer ist gerade in Momenten, die an schöne gemeinsame Erinnerungen geknüpft sind, am schwersten. Und das ist vollkommen okay. Die Trauer zu zulassen und dem Toten zu gedenken sind wichtig Schritte in Richtung Trauerbewältigung. Vergessen Sie nicht: auch in den Folgejahren werden wir zu genau gleicher Zeit in Trauer gedenken. Dazu tut es sicherlich gut, dem geliebten Menschen einen bewussten Moment zu schenken. Etablieren Sie einen ganz persönlichen neuen Weihnachtsbrauch, um dem verstorbenen Angehörigen die Möglichkeit der Teilnahme am Weihnachtsfest zu geben. Dies kann über das Anzünden einer Kerze oder einer stillen Gedenkminute geschehen. Lassen Sie für einen Moment die Trauer zu und erinnern Sie sich im nächsten daran, dass der Tod zum Leben gehört. Schaffen sie eine Atmosphäre der Vertrautheit, sprechen Sie vielleicht sogar mit dem verstorbenen Menschen und teilen Sie ihre Gefühle mit. Um ein besonderes Zeichen der Trauer zu setzen, bietet auch eine Traueranzeige Möglichkeit für schöne Gedenkworte.

Weihnachten nicht alleine verbringen

Keiner muss an Weihnachten alleine sein, es gibt an jedem Ort eine Möglichkeit sich mit anderen Menschen zu verbinden oder vielleicht sogar durch aktive Betätigung den Trauerfall zu verarbeiten. Schauen Sie sich in ihrer Nachbarschaft um, ob zum Beispiel Suppenküchen ihre Hilfe brauchen, besuchen Sie vielleicht ein Seniorenheim, um einsamen Menschen Gesellschaft zu leisten und verschaffen Sie sich somit ein Gefühl gebraucht zu werden. Anderen zu helfen macht glücklich, das ist sogar wissenschaftlich erwiesen. 

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