Risikolebensversicherung vs. Sterbegeldversicherung - Für wen ist welche Versicherung sinnvoll?

25.02.2019 / Vorsorge

Risikolebensversicherung oder Sterbegeldversicherung – vor dieser Frage stehen alle, die mit dem eigenen Todesfall ihre Angehörigen nicht finanziell belasten möchten.  Für wen ist welche Versicherung sinnvoll?

Hände symbolisieren finanzielle Absicherung für die Familie

Der wichtigste Unterschied der beiden Versicherungen besteht in ihrem Verwendungszweck: Die Sterbegeldversicherung deckt die eigenen Bestattungskosten ab, die Risikolebensversicherung soll die Hinterbliebenen finanziell absichern.

Risikolebensversicherung oder Sterbegeldversicherung?

Die finanzielle Entlastung der Familie für den Todesfall ist vielen Menschen sehr wichtig. Für diesen Zweck sind die Risikolebensversicherung und die Sterbegeldversicherung geeignet. Beide zahlen im Todesfall - allerdings gibt es wesentliche Unterschiede, die Versicherungsnehmer kennen sollten:

Sterbegeldversicherung: Der Zweck einer Sterbegeldversicherung besteht darin, die Kosten für die eigene Bestattung zu übernehmen. Laut Stiftung Warentest müssen Angehörige mit Bestattungskosten von 6.000 bis 8.000 Euro rechnen. Dies umfasst unter anderem die Ausgaben für den Bestatter, die Friedhofsgebühren, die Kosten für die Trauerfeier sowie die Grabpflege. An diesen Verwendungszweck ist die Sterbegeldversicherung gemäß den Versicherungsbestimmungen gebunden. Dadurch garantiert die Sterbegeldversicherung, dass die Angehörigen alle Wünsche für eine würdevolle Bestattung umsetzen können.

Risikolebensversicherung: Mit einer Risikolebensversicherung kann die eigene Familie finanziell abgesichert werden. Die Versicherung zahlt im Todesfall einen vorab festgelegten Betrag an den Begünstigten aus, zum Beispiel 100.000 Euro an den Ehepartner. Dies kann beispielsweise dazu dienen, den Einkommensverlust des Hauptverdieners in der Familie abzufedern. In vielen Fällen wird die Risikolebensversicherung in Verbindung mit einem Kredit abgeschlossen, damit im Todesfall des Hauptverdieners der Kredit weiterhin bedient werden kann.

Kosten und Abschluss einer Sterbegeldversicherung

Die Kosten und die Laufzeit für die beiden Versicherungen unterscheiden sich deutlich: Da die Versicherungssumme der Sterbegeldversicherung niedriger ist, fallen die monatliche Beiträge auch meist etwas geringer aus. Die genau Höhe hängt vom Alter und der gewünschten Versicherungssumme ab. Es gilt: Je älter, desto höher – daher lohnt sich der Abschluss einer Sterbegeldversicherung auch für junge Menschen. Die Versicherung lässt sich dennoch im hohen Alter abschließen. Dann allerdings oft nur mit Gesundheitsprüfung oder Wartezeit. Bei Monuta ist die Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit und ohne Gesundheitsprüfung möglich. Die Absicherung gilt lebenslang, die Beiträge fallen dagegen nur bis zum selbst festgelegten Zeitpunkt an. So ist bei der Monuta entweder eine Einmalzahlung oder die regelmäßige Beitragszahlung beispielsweise bis zum 65. oder 85. Lebensjahr möglich. Danach ist der Versicherungsschutz beitragsfrei. Zudem gilt das eingezahlte Geld als Schonvermögen: Sollte man im Alter auf Sozialhilfe angewiesen sein, darf das Sozialamt die Gelder in der Sterbegeldversicherung nicht zur Beitragsberechnung miteinbeziehen.

Risikoversicherung zur Absicherung im Todesfall

Der Versicherungsschutz der klassischen Risikolebensversicherung besteht nur im Rahmen der Vertragslaufzeit. Diese beträgt meist maximal 45 Jahre und endet spätestens mit dem 75. Lebensjahr. Nach Ende der Laufzeit erhält man also kein Geld aus der Risikolebensversicherung. Zu beachten ist auch, dass die Höhe der Versicherungsbeiträge nicht nur von der Versicherungssumme abhängt. Die Risikolebensversicherung macht die Beiträge abhängig von Vorerkrankungen und dem Beruf des Versicherungsnehmers. Bei risikoreichen Berufen und bei Rauchern fallen die Versicherungsbeiträge in der Regel höher aus.

Wann zahlt welche Versicherung?

Es kann durchaus vorkommen, dass die Risikolebensversicherung bei einem Todesfall nicht zahlt. Fast alle Versicherungen verweigern die Auszahlung, wenn der Versicherungsnehmer fehlerhafte Angaben zum Gesundheitszustand gemacht oder sich das Leben genommen hat. Auch bei einem Mord zahlt die Versicherung nicht, wenn als Täter der Begünstigte verurteilt wird. Dies kann dazu führen, dass Angehörige trotz Abschluss einer Versicherung die hohen Kosten für die Bestattung selbst tragen müssen. Bei einer Sterbegeldversicherung hingegen hat die bezugsberechtigte Person immer Anspruch auf eine Leistung. Beim Tarif ohne Wartezeit erhalten die Angehörigen im Falle des Todes des Versicherten in der Regel die volle Versicherungssumme. Verstirbt der Versicherte hingegen innerhalb einer vereinbarten Wartezeit werden je nach Versicherung entweder die Beiträge anteilig zurückgezahlt oder anteilig eine Leistung in Abhängigkeit der festgelegten Versicherungssumme gezahlt

Fazit: Risikolebensversicherung als Ergänzung sinnvoll

Um die eigene Bestattung finanziell abzusichern, ist eine Sterbegeldversicherung die beste Wahl. Hier können sich Versicherungsnehmer sicher sein, dass die benötigte Summe für die Beerdigung auch zur Verfügung steht. Die Risikolebensversicherung ist dagegen nicht zur Absicherung der Bestattung geeignet, da der Versicherungsschutz mit Beendigung der Laufzeit ausläuft und somit keine Auszahlung stattfindet. Der eigentliche Zweck der Risikolebensversicherung besteht darin, im Todesfall die Einkommensverluste für die Familie abzufedern. Deshalb ist die Versicherung als Ergänzung sinnvoll, z. B. solange die Kinder noch zuhause wohnen oder nur eine Person im Haushalt erwerbstätig ist. Sie kann jedoch die Sterbegeldversicherung nicht ersetzen.

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