Organspendeausweis

Organspende – das Für und Wider

28.09.2018 / Vorsorgedokumente

Das Thema Organspende beherrscht immer wieder die Medien. Berichte über dramatische Schicksale und Situationen, in denen das Leid des Einen zum Glück des Anderen wird, sind ein fester Bestandteil der Diskussion. Doch nicht jeder steht der Organspende positiv gegenüber.

Wie funktioniert die Organspende?

Grundsätzlich kann jeder Mensch zu Lebzeiten verfügen, dass im Fall eines plötzlichen Ausfalls der gesamten Hirnfunktionen (Hirntod) seine Organe gespendet werden sollen. Sobald der Hirntod eingetreten ist, kann der Körper für eine gewisse Zeit am Leben erhalten und die Organe somit weiter durchblutet werden. Gesunde und lebensfähige Organe und andere Körperteile (wie z.B. Gehörknöchelchen, Augen oder Haut) werden dem Körper entnommen. Anschließend kann das entnommene Organ einem Menschen eingesetzt werden, dessen entsprechendes Organ unheilbar krank ist und der ohne ein Spenderorgan nur eine sehr eingeschränkte Lebenserwartung hat.

Wer kann Organspender sein?

Prinzipiell kann jeder Organspender werden, dessen Organe gesund sind. Ganz allgemein gesprochen eignen sich die Organe junger Menschen besser für eine Transplantation als die Organe älterer Menschen. Doch auch ein älterer Mensch kann gesunde und spendefähige Organe haben, weshalb in jedem Einzelfall Untersuchungen durch Ärzte erfolgen, die über die Spendefähigkeit entscheiden.

Die Einwilligung zur Organspende

Es können bereits Personen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, zu Lebzeiten festlegen, ob sie Organspender werden wollen. Diese Entscheidung können Sie in einem Organspenderausweis - z.B. dem der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) - festhalten, inklusive eventueller Ausschlüsse. Personen ab 14 Jahren können der Organspende widersprechen, sofern Sie kein Spender sein möchten. Für Kinder unter 14 Jahren obliegt die Entscheidung über die Organspende den Eltern. Bei Personen ohne Organspendeausweis können ggf. die „nächsten Angehörigen“ als Sachwalter des mutmaßlichen Willens des Toten eine Entscheidung treffen.

Der Organspendeausweis

Unabhängig davon, ob jemand seine Organe spenden möchte, empfiehlt sich das Ausfüllen und Mitführen eines Organspendeausweises. Darin hält man fest, ob man seine Organe im Fall des Hirntods spenden möchte. Entscheidet man sich für die Spende, kann man trotzdem noch Ausschlüsse festhalten, wenn man bspw. Haut oder Augen nicht spenden möchte. Im Todesfall werden Ärzte oder Krankenhauspersonal zunächst regelmäßig im Portemonnaie nach einem Organspendeausweis suchen oder die Angehörigen danach fragen. So ist gleich klar, ob die gesunden Organe des Verstorbenen für eine Spende in Frage kommen. Ist das der Fall, sollte möglichst wenig Zeit verloren gehen, weil die Organe nach dem Tod nur für eine kurze Zeit erhalten werden können und die Transplantation schnellstmöglich durchgeführt werden muss.

Ist die Organspende mit der Trauer vereinbar?

Insbesondere der zeitliche Aspekt ist für viele Menschen ein Argument, das gegen die Organspende spricht. Neben überaus positiven und dankbaren Berichten von Empfängern einer Organspende, erleben die Angehörigen des Verstorbenen die Situation oft als traumatisch. Gerade, wenn ein junger Mensch plötzlich verstirbt, ist der Schock für Familie und Freunde groß und sie benötigen Zeit und Ruhe, um die Situation zu verarbeiten. Hat sich der Verstorbene jedoch für eine Organspende entschieden, muss die Entnahme der Organe schnell erfolgen und den Trauernden bleibt kaum Zeit zum Abschied nehmen. Noch schwieriger ist die Entscheidung über eine Organspende durch die Familie, wenn der Verstorbene selbst zu Lebzeiten keine Anweisungen hinterlassen hat. Im schlimmsten Fall werden die Trauernden von Ärzten oder Krankenhauspersonal zu einer Entscheidung gedrängt, die sie aber in einer emotional so belastenden Situation oft nicht mit Bedacht treffen können.

Fordern Sie Ihren Spenderausweis an

Als Anbieter der Trauerfall-Vorsorge ist die Monuta neben dem bestmöglichen Service für ihre Kunden stets darauf bedacht, die Selbstbestimmung zu fördern und die Angehörigen im Todesfall zu entlasten. Deshalb empfehlen wir das Ausfüllen eines Organspendeausweises zu Lebzeiten. Ob Sie Spender werden möchten oder nicht, ist eine ganz persönliche Entscheidung, die bestenfalls von Ihnen selbst getroffen werden sollte. Auch wenn Sie Ihre Organe nicht für eine Spende zur Verfügung stellen wollen – halten Sie Ihre Wünsche im Organspendeausweis fest. Einen Ausweis können Sie jederzeit bei der BZgA kostenfrei anfordern.

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