Elternunterhalt

Elternunterhalt: Kinder haften für ihre Eltern

29.06.2018 / Rechtliches

Eltern haften für ihre Kinder! Eine Warnung, die wohl alle Eltern schon einmal gelesen haben. Doch wie sieht es umgekehrt aus? Wann ist man als Kind verpflichtet, Elternunterhalt zu zahlen?

Wenn die eigenen Eltern etwa ins Pflegeheim müssen und die Rente nicht ausreicht, dann sind die Kinder verantwortlich. In solchen Fällen müssen die Kinder für ihre Eltern aufkommen. Hat der betroffene Elternteil mehrere Kinder, werden die Kosten nach den Möglichkeiten der Kinder aufgeteilt. Das Kind, das am meisten verdient, zahlt auch am meisten. Allerdings müssen sich alle Kinder beteiligen.

Durchschnittsverdiener müssen aufgrund vieler Freibeträge meist nichts zahlen. Wer z. B. als Single weniger als 1.800 Euro Netto verdient, wird vom Elternunterhalt freigestellt. Bei einer Familie mit zwei Kindern und 4.000 Euro Nettoverdienst wird nichts angerechnet. Immerhin benötigt eine Familie mit zwei Kindern auch mehr Einkommen.

Schwierig wird es, wenn Vermögen vorhanden ist, denn darauf dürfen die zuständigen Ämter zugreifen. Nur das genutzte Eigentum bleibt vor dem staatlichem Zugriff geschützt und gilt als Schonvermögen.

Insofern stellt sich die Frage: „Was ist, wenn ich keinen Kontakt zu meinen Eltern habe?

Auch dann ist es so, dass Kinder, wenn sie ausreichend verdienen, zur Kasse gebeten werden. Unterhaltszahlungen an die eigenen Kinder haben dabei allerdings immer Vorrang.

Bestattungskosten gehören zum Elternunterhalt

Was passiert im Falle des Ablebens eines Elternteils? Im Todesfall eines Elternteils sind die Kinder gesetzlich dazu verpflichtet, die Bestattungskosten zu tragen. Allerdings nur, wenn der Nachlass des Verstorbenen nicht ausreicht. Zu den Bestattungskosten zählen unter anderem die Kosten für die Erstanlage der Grabstätte, der Grabstein, der Bestatter, der „Leichenschmaus“, Todesanzeigen, die Trauerkleidung oder auch ein Verdienstausfall. Die Kosten der laufenden Grabpflege sind nicht zu begleichen.

Generell liegen die Kosten für eine Feuerbestattung, laut Stiftung Finanztest, zwischen 4.000 und 6.000 Euro und bei Erdbestattungen laut Stiftung Warentest zwischen 7.000 und 8.000 Euro. Demnach sind Bestattungen eine teure Angelegenheit, die viele Familien dazu zwingt, sich zu verschulden.

Bestattungskosten müssen von den Kindern gezahlt werden. Dabei ist es egal, wie die persönlichen Familienverhältnisse aussehen. Sollten die Kinder finanziell nicht in der Lage sein, die Kosten zu tragen, können sie beim zuständigen Sozialamt eine Sozialbestattung beantragen. Dann werden die Kosten vom Sozialamt übernommen.

Unnötige Bürokratie und finanzielle Sorgen in solchen Fällen können durch eine Sterbegeldversicherung vermieden werden. Dann erhalten die Kinder eine gewisse Summe im Falle des Ablebens Ihrer Eltern. Diese Absicherung muss jedoch zu Lebzeiten der Eltern und Kinder getroffen werden. Das Sterbegeld, das dann von der Versicherung ausbezahlt wird, zählt zum gesetzlichen Schonvermögen und muss nicht versteuert werden. Ebenso kann der Staat im Falle einer Pflegebedürftigkeit nicht auf dieses Geld zugreifen.

Wenn nun auch Sie sagen: „Ich möchte meine Eltern absichern!“, dann melden Sie sich bei uns. Wir beraten Sie gerne im Hinblick auf Ihre individuellen Möglichkeiten und Wünsche.

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