Tipps und Ideen zur idealen Grabgestaltung

Grabgestaltung: Viel Spielraum für Ihre Wünsche

Die Trauer um einen geliebten Menschen findet im Herzen statt, doch viele Angehörige brauchen für das Andenken an ihn einen festen Platz auf Erden. Das Grab ist ein wichtiger Ort, um zu trauern, zu gedenken und sich zu erinnern. Eine besondere Bedeutung erhält die Grabstätte als Trauerort durch die Möglichkeit einer weitgehend individuellen Grabgestaltung. Alles kann so werden, wie Sie es sich wünschen – oder wie es dem Verstorbenen selbst gefallen hätte.

Grenzen bei der Grabgestaltung setzen lediglich die Friedhofsordnung und die Friedhofssatzung – aber innerhalb dieser allgemeinen Vorgaben ist fast alles erlaubt. Machen Sie sich unbedingt mit diesen beiden Dokumenten vertraut, bevor Sie eine Grabgestaltung in Auftrag geben. Nur bei Grabstätten in Ruheforsten und Friedwäldern ist eine Grabgestaltung prinzipiell nicht vorgesehen, um die Naturhaftigkeit des Ortes nicht zu beeinträchtigen. Ebenso brauchen Sie sich bei einer anonymen Bestattung um eine Grabgestaltung nicht zu kümmern.

Die fünf Gestaltungselemente bei der Grabgestaltung

Bei der Grabgestaltung kommen fünf Gestaltungselemente zum Tragen. Das zentrale Element ist zweifellos der Grabstein – auch Grabmal genannt. Darüber hinaus verfügt eine würdevoll gestaltete Grabstätte über eine Grabumrandung, eine Grabflächengestaltung, eine Grabbepflanzung und Grabschmuck je nach Anlass oder Jahreszeit. Bei der Grabgestaltung geht es im Wesentlichen darum, aus den verschiedenen Elementen eine in sich stimmige Einheit zu formen.

Je mehr Aufwand bei der Grabgestaltung betrieben wird, desto beeindruckender ist oft das Ergebnis. Nicht ohne Grund sind einige Friedhöfe wahre Besucherattraktionen, so z.B. der berühmte Pariser Prominenten-Parkfriedhof „Le Cimetière du Père-Lachaise“. Er verzeichnet jährlich etwa 3,5 Millionen Besucher und ist eine der meistbesuchten Stätten in Paris. Doch auch viele andere Städte überall auf der Welt haben sehenswerte Friedhöfe – wenn auch weniger stark frequentiert.

Tipp: Machen Sie es sich bei Städtetrips zur Gewohnheit, einen Friedhof zu besuchen. Es sind oftmals Orte von märchenhafter Schönheit und Stille. Um wenn es irgendwann einmal notwendig werden sollte, ein Grab zu gestalten, haben Sie auf Anhieb viele gute Ideen.


1. Der Grabstein als zentrales Element der Grabgestaltung

Der Grabstein ist sprichwörtlich das „herausragende“ Element der Grabgestaltung. Er trägt den Namen des Verstorbenen sowie seinen Geburtstag und das Sterbedatum. Häufig gibt es eine Inschrift, um die Bedeutung des Toten hervorzuheben – oder um an die Vergänglichkeit allen menschlichen Lebens zu erinnern. Auffällig: Manche der Inschriften sind zwar passend gewählt, aber wenig originell, da sie auf vielen Grabsteinen in ähnlicher Weise zu lesen sind.

Wer es individueller mag, für den lohnt ein Blick in die Klassiker der Weltliteratur. Denn hier finden sich zahllose poetische Kostbarkeiten, die sich für die Grabgestaltung anbieten. Folgende zwei Beispiele mögen dies veranschaulichen:

Ein Traum, ein Traum ist unser Leben
auf Erden hier.
Wie Schatten auf den Wogen schweben
und schwinden wir.

(Johann Gottfried von Herder)

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
Als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
Sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
Aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
Unendlich sanft in seinen Händen hält.

(Rainer Maria Rilke)

Der Grabstein wird einige Monate nach der Beerdigung auf das Grab gesetzt – es bleibt also genug Zeit, um sich in Ruhe mit der Grabsteininschrift und der Grabgestaltung auseinanderzusetzen. Eine Alternative zu Grabsteinen sind Grabplatten. Sie liegen auf dem Boden und bedecken nicht selten die gesamte Grabfläche. Kleinere Grabplatten, die nur einen Teil der Fläche ausfüllen, heißen Liegesteine. Liegesteine bieten sich aufgrund ihrer überschaubaren Größe insbesondere auch für Urnen- und Rasengräber an.

Grabsteine sind in unterschiedlichen Materialien erhältlich – Naturstein ist am gebräuchlichsten. Verwendung finden etwa Granit, Sandstein, Marmor und Kalkstein. Granit ist witterungsbeständig und behält über Jahrzehnte ein schönes Aussehen. Sandstein und Marmor benötigen etwas mehr Pflege, während Kalkstein – bedingt durch die grobporige Oberfläche – einer regelmäßigen Reinigung bedarf, damit er durch Schmutz und Moos nicht unansehnlich wird.

2. Die Grabeinfassung als würdevoller Rahmen

Die Grabeinfassung fungiert als Grabbegrenzung und besteht häufig aus dem Material, das für den Grabstein gewählt wurde. Die Materialgleichheit sorgt für einen schönen Gesamteindruck bei der Grabgestaltung. Doch auch Pflanzen eignen sich für eine Grabumrandung, wenn sie robust und schnittverträglich sind – wie etwa einige Spindelsträucher, die Heckenmyrte oder Kleines Immergrün. Schneiden Sie die Pflanzen so weit zurück, dass eine kleine Hecke entsteht.

3. Die Grabfläche als wichtiger Bestandteil der Gesamtkomposition

Bei der Grabgestaltung stellt die Grabfläche die größte Herausforderung dar. Hier sind verschiedene Kompositionen möglich. Sie können Steinplatten verlegen, Kies aufschütten oder Blumenrabatten anlegen und all dies kombinieren – sofern die Friedhofsordnung dies zulässt. Insbesondere Kies ist beliebt, da er günstig und pflegeleicht ist und ansprechend aussieht. Verlegen Sie, bevor Sie den Kies aufbringen, eine wetterresistente Folie – so vermeiden Sie, dass sich Unkraut ansiedelt.

4. Die Grabbepflanzung – pflegeleicht und dem Standort angemessen

Eine Grabbepflanzung, gleich welcher Art, gehört zu jeder Grabgestaltung. Achten Sie bei der Auswahl der Pflanzen darauf, dass sie zu den Lichtverhältnissen passen, pflegeleicht sind und nur langsam wachsen, um den Aufwand bei der Grabpflege gering zu halten. Für Grabstätten, die direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, sind Dickblattgewächse und Sukkulenten-Arten optimal, wie etwa Mauerpfeffer, Fetthenne und Hauswurz. Auch Kriechwacholder macht sich gut.

Für Grabstätten an schattigen Plätzen sind Grünpflanzen mit dunklerem Laub geeignet, aber auch Purpurglöckchen und Fiederpolster, die robust und winterhart sind. Beliebt bei der Grabgestaltung sind zudem Bodendecker, die eher in die Breite wachsen und sich wie ein Teppich über die Erde legen. Beispiele hierfür sind die Teppichbeere und der Teppichphlox.

5. Der Grabschmuck als i-Tüpfelchen der Grabgestaltung

Sie können in der Grabgestaltung sogar noch weiter gehen und die Grabstätte Ihres Angehörigen durch zusätzliche Elemente und Beigaben aufwerten. Dekorieren Sie das Grab gegebenenfalls mit kleinen Findlingen oder Grablichtern. Grabplatten lassen sich mit Pflanzschalen oder Grabgestecken verschönern, die viele Wochen halten und keiner Pflege bedürfen. Bei Kindergräbern sind häufig trauernde Engelsfiguren als Grabschmuck anzutreffen, auch Porträtfotos der kleinen Verstorbenen sind mitunter am Grabstein angebracht.

 

Wissenswertes rund um die Grabgestaltung

Wissenswertes 1: Die Blumen und ihre Bedeutung

Anlässlich einer Trauerfeier sind Blumen ein Zeichen der Anteilnahme. Sie sind Zeichen der Verbundenheit mit dem Verstorbenen, des Respekts und des letzten Danks. Trauerhalle, Kirche oder Kapelle werden mit Blumen geschmückt, am Sarg und am Grab werden Gestecke und Kränze niedergelegt. Oft werden dabei die Lieblingsblumen und Lieblingsfarben des Verstorbenen gewählt.

Kränze werden meist mit einer Schleife versehen, auf der ein Gedenkspruch geschrieben steht sowie die Namen der Freunde und Verwandten, die den Kranz überreichen. Auch bei der späteren Grabgestaltung spielen Blumen eine wichtige Rolle.

Blumen sind vergänglich, ebenso wie der Mensch. Sie symbolisieren die Endlichkeit und die Trauer. Jede Blume hat ihre eigene Bedeutung und drückt unterschiedliche Gefühle aus.

Erfahren Sie hier mehr über die Bedeutung der Blumen.

Wissenswertes 2: Die Symbole und ihre Bedeutung

Bei der Grabgestaltung spielt die Wahl der Symbole eine wichtige Rolle. Sie spiegeln den Charakter des Verstorbenen und die Trauer der Angehörigen wider. Jedes Symbol hat seine eigene Botschaft. Es gibt klassische Symbole, wie etwa das Kreuz oder den Engel, heutzutage werden aber auch zeitgenössische Symbole verwendet, um der verstorbenen Person zu gedenken.

Erfahren Sie hier die Bedeutung der Symbole.

Wissenswertes 3: Die Farben und ihre Bedeutung

Ob für die Gestaltung von Traueranzeigen, des Trauerschmucks oder des Grabs – bei der Ausrichtung einer Bestattung sollte bewusst darauf geachtet werden, welche Farben Verwendung finden.

Erfahren Sie hier die Bedeutung der Farben.

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