persönliche Beileidsbekundungen
So formulieren Sie persönliche Beileidsbekundungen

Kondolenzschreiben - Angemessene Vorlagen und Muster

Wie Sie angemessen kondolieren, hängt im Wesentlichen davon ab, wie gut Sie den Verstorbenen kannten. Generell gilt: Je intensiver die Verbundenheit war, desto emotionaler und persönlicher darf formuliert werden. Kannte man den Verstorbenen nur flüchtig, ist eine schlichtere Formulierung angebracht. Die wichtigsten Regeln haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Wenn Sie dem Verstorbenen und/oder seinen Angehörigen nahe standen und zum engsten Kreise zählen, sollten Sie:

  • Ihre Beileidsbekundungen persönlich zum Ausdruck bringen
  • Den richtigen Zeitpunkt wählen – entweder vor oder aber auf der Beerdigung

Wenn der Verstorbene ein Bekannter oder Arbeitskollege war, sollten Sie:

  • Ihre Beileidsbekundung schriftlich zum Ausdruck bringen
  • Kondolenzschreiben handschriftlich verfassen
  • Ein besonderes Briefpapier (kein handelsübliches Druckerpapier) wählen
  • In Ihrer Formulierung den gebotenen Takt berücksichtigen
  • Auf die Beigabe von Geld verzichten 

Um den trauernden Angehörigen Ihr Beileid in schriftlicher Form zu bekunden, haben Sie die Wahl zwischen zwei Arten von Kondolenzschreiben. Zum einen ist es der Kondolenzbrief, zum anderen die Beileidskarte. Ein Kondolenzbrief bietet Ihnen mehr Raum, auf die Bedeutung einzugehen, die der Verstorbene in Ihrem Leben hatte – und die Größe des persönlich empfundenen Verlustes. Je enger Ihre Beziehung zu dem Verstorbenen gewesen ist, desto eher ist der Kondolenzbrief die passende Form. Schreiben Sie Ihren Kondolenzbrief auf hochwertigem Briefpapier, um Ihre hohe Wertschätzung angemessen zum Ausdruck zu bringen.

Eine Beileidskarte sollten Sie mit Bedacht auswählen – sie sollte weder zu einfach noch zu effekthascherisch gestaltet sein. Es ist ratsam, eine bescheidene Form zu wählen, wenn kein besonders enger Kontakt zur verstorbenen Person bestand. Ein Bildmotiv wirkt oft auch ohne viele Worte. Aber ist eine Karte überhaupt sinnvoll? Bei einem Anruf oder Besuch im Trauerhaus können Sie den Angehörigen persönlich Ihr Beileid aussprechen. Das tut meistens beiden Seiten gut. Dennoch hat eine Karte ihren Wert, zum Beispiel, wenn der Trauernde zusätzlich zur mündlichen Beileidsbekundung schriftlich sein Mitgefühl ausdrücken möchte.

Was in der Beileidskarte geschrieben steht, hängt davon ab, in welchem Verhältnis der Absender zum Toten stand. Waren sie Freunde, Bekannte oder Arbeitskollegen? Je tiefer Ihre Verbundenheit mit dem Verstorbenen war, desto gefühlvoller dürfen Sie den Text formulieren. Kannten Sie den Verstorbenen nur flüchtig, ist eine schlichtere Formulierung angebracht.

Aufbau eines Kondolenzschreibens

Ganz gleich, ob Sie sich für den Kondolenzbrief oder die Beileidskarte entscheiden: Sie stehen vor der Herausforderung, Ihre Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen. Vielen Menschen fällt das schwer – und vielleicht geht es Ihnen ebenso. Daher zeigen wir Ihnen gern, wie Sie Ihr Kondolenzschreiben sinnvoll aufbauen. Unsere Formulierungshilfen und einige Textbeispiele, die Sie am Ende des Artikels finden, können Sie direkt übernehmen und individuell anpassen.

Anrede: Wählen Sie bei trauernden Angehörigen, die Sie persönlich kennen, eine Anrede, die Liebe und Verbundenheit ausdrückt: „Lieber/Liebe [Name]“ oder „Liebe Familie [Name]“ ist in diesen Fällen angemessen. Bei Personen, die Sie nicht oder nicht näher kennen, ist die förmliche Anrede vorzuziehen („Sehr geehrte Frau [Name]“). Gesetzt den Fall, Sie sind Unternehmer und einer Ihrer Mitarbeiter verstirbt, würden Sie in Ihrem Kondolenzschreiben an dessen Ehefrau oder Familie auf diese Weise einen höflichen, distanzwahrenden Einstieg finden.

Einleitung: Gehen Sie zunächst darauf ein, wann und wie Sie vom Tod des Verstorbenen erfahren haben (zum Beispiel durch die Traueranzeige der Familie oder einen Freund oder Bekannten) – und was die Nachricht in Ihnen ausgelöst hat („Bestürzung“, „tiefe Trauer“). Zeigen Sie den trauernden Angehörigen, dass sie mit ihrer Trauer nicht allein sind: „In diesen schmerzvollen Stunden bin ich in Gedanken bei Euch.“

Beileidsbekundung: Versichern Sie die Hinterbliebenen Ihres tiefen Mitgefühls und Ihrer aufrichtigen Anteilnahme. Teilen Sie ihnen mit, dass Sie sich sehr gut vorstellen können, wie schmerzlich der Verlust für sie sein muss. Hier kommt es nicht auf die Länge der Ausführungen an, sondern darauf, dass Ihre Worte wirklich von Herzen kommen: „Mein allerherzlichstes Beileid und mein tiefstes Mitgefühl gelten Dir und Deiner Familie.“

Würdigung: Die aufrichtige Anteilnahme leitet über zur Würdigung des Verstorbenen. Bringen Sie zum Ausdruck, warum Ihnen der Verstorbene fehlen wird, auf welche Weise er Ihr Leben bereichert hat und was Sie an ihm geschätzt haben (zum Beispiel bestimmte Charaktereigenschaften). Erwähnen Sie in Ihrem Kondolenzschreiben gern auch gemeinsam Erlebtes – oder Erinnerungen, die Sie mit dem Verstorbenen verbinden. Ihr Kondolenzschreiben erhält dadurch eine persönliche Note. Für die Angehörigen beutet es zudem Trost und Zuspruch, dass der Verstorbene bei anderen Menschen beliebt war und Teil ihrer Erinnerung bleibt.

Beistand: Die vielen organisatorischen Details rund um eine Bestattung können schnell überfordern. Manchmal sind es sogar Aufgaben des Alltags, die nach dem Verlust eines nahestehenden Menschen schwerer fallen. Bieten Sie daher gern Ihre Unterstützung in der Zeit der Trauer an – dies gilt insbesondere dann, wenn Sie die Angehörigen des Verstorbenen gut kennen: „Lasst mich wissen, wenn ich etwas für Euch tun kann.“ Auch wenn die Hinterbliebenen auf Ihr Unterstützungsangebot wahrscheinlich gar nicht zurückgreifen werden – es tut gut zu wissen, dass andere für einen da sind. Teilen Sie den Angehörigen des Verstorbenen auch mit, dass Sie ein offenes Ohr haben werden, wenn sie über ihre Trauer, Gedanken und Gefühle sprechen möchten.

Ausblick: Das Kondolenzschreiben schließt mit guten Wünschen für die Zukunft. Machen Sie den Angehörigen Mut und spenden Sie ihnen Zuversicht: „Mögen Euch die vielen schönen Erinnerungen an die gemeinsame Zeit Kraft und Hoffnung geben.“ Eröffnen Sie einen Ausblick auf eine Zeit, in der die Trauer überwunden ist und das Leben wieder Freude bereitet.

Grußformel: Wählen Sie zuletzt eine Grußformel, mit der Sie erneut Ihre Anteilnahme zum Ausdruck bringen, wie etwa: „In herzlicher Anteilnahme“ oder „In tiefem Mitgefühl“. Alternativ können Sie auch noch einmal auf den Verstorbenen mit einem Schlusssatz eingehen: „Ich werde [Name des Verstorbenen] immer in liebevoller Erinnerung behalten.“

Weitere Formalien einer Beileidsbekundung

Sofort handeln: Reagieren Sie auf eine Todesnachricht umgehend. Gerade in den ersten Tagen nach dem Verlust ihres Angehörigen brauchen die Hinterbliebenen Beistand und Trost. Warten sie zu lange mit Ihrem Kondolenzschreiben, besteht generell die Gefahr, dass der Verlust vielleicht schon ein Stück weit überwunden ist und Sie alte Wunden wieder aufreißen.

Am besten handschriftlich: Schreiben Sie Ihren Kondolenzbrief per Hand, denn ein handschriftliches Schreiben hat eine persönlichere Note als ein Computerbrief. Lässt es sich nicht vermeiden, dass Sie das Kondolenzschreiben am Computer erstellen, weil körperliche Beeinträchtigungen bestehen, können Sie die Anrede und die Grußformel aussparen und dem ausgedruckten Brief zusammen mit Ihrer Unterschrift handschriftlich hinzufügen. Dass Beileidsbekundungen per WhatsApp oder mit anderen Messengern tabu sind, brauchen wir an dieser Stelle hoffentlich nicht zu erwähnen.

Kondolenzbesuch abstatten: Standen Ihnen sowohl der Verstorbene als auch dessen Familie nahe, sollten Sie Ihr Kondolenzschreiben im Rahmen eines Kondolenzbesuchs persönlich übergeben. Besteht kein enges Verhältnis zur Familie des Verstorbenen oder wohnt diese weiter entfernt, ist es angebracht, das Kondolenzschreiben mit der Post zu übersenden. Hinterlassen Sie darüber hinaus einen Eintrag im ausliegenden Kondolenzbuch, wenn Sie zur Trauerfeier eingeladen sind.

Auf Stimmigkeit achten: Wählen Sie für Ihr Kondolenzschreiben – wie weiter oben schon kurz angerissen – ein hochwertiges Briefpapier aus. Ihren Kondolenzbrief können Sie zusätzlich mit einem Zitat oder einem Trauerspruch versehen. Achten Sie bei Trauerkarten darauf, dass Bildmotiv und Trauerspruch zum Empfänger passen. Mit einem weltlichen Bildmotiv und Trauerspruch liegen Sie immer richtig. Auf christliche oder andere religiöse Bildmotive und Trauersprüche sollten Sie nur zurückgreifen, wenn Sie wissen, dass der Empfänger der Religion auch zugehört. Briefpapier und Briefumschläge mit schwarzem Rand sind übrigens nicht für Kondolenzschreiben gedacht, sondern ausschließlich für die Bekanntgabe eines Todesfalls und die Einladung zur Beerdigung.

Geldbeilagen mit Bestimmungszweck: Sie dürfen Ihrem Kondolenzschreiben einen Geldschein beilegen, wenn der Verstorbene Ihnen nahestand – in einigen Regionen ist es sogar üblich, anlässlich eines Trauerfalls Geld zu schenken und wird auch so erwartet. Versehen Sie den Geldschein gegebenenfalls mit einem Zettel zur Erläuterung, wofür das Geld gedacht ist – beispielsweise als Beitrag zu den Bestattungskosten, für Blumenschmuck oder die Grabpflege.

Beispiele für Trauersprüche

Passende Trauersprüche finden Sie in zahlreichen Zitatsammlungen im Internet – sie lassen sich unterscheiden in weltliche Zitate, meist von Dichtern, sowie in Trauerzitate antiken und christlichen Ursprungs. Jeweils ein Beispiel stellen wir Ihnen hier vor:

Weltlich: Wenn ihr mich sucht, sucht mich in euren Herzen. Habe ich dort eine Bleibe gefunden, werde ich immer bei euch sein. (Rainer Maria Rilke)

Antik: Niemand weiß, was der Tod ist, ob er nicht für den Menschen das größte ist unter den Gütern. Sie fürchten ihn aber, als wüssten sie gewiss, dass er das größte Übel ist. (Platon)

Christlich: Zu dir gehöre ich, großer Gott. Du nimmst meine Hand, breitest deine Arme aus und nimmst mich auf. Was auf der Erde war, ist nicht mehr wichtig; du erfüllst mein Herz; ich gehöre dir für immer und ewig. (Psalm 73, 23-25)

Kondolenzschreiben-Vorlagen

Generell gilt: Die eigenen Gedanken und Erinnerungen verleihen der Anteilnahme besonderen Ausdruck. Wichtig ist, dass die Worte von Herzen kommen.

Wir bieten Ihnen kostenlose Kondolenzschreiben-Muster zum Download – für eine angemessene Beileidsbekundung.

Kondolenzschreiben Muster privat:

Kondolenzschreiben Muster geschäftlich

Sie möchten für ihren eigenen Tod vorsorgen, z.B. mit einer Patientenverfügung? Wir haben für Sie viele weitere hilfreiche Vorsorgedokumente (Muster, Vorlagen und Vordrucke) kostenlos zum Download bereitgestellt.

Monuta Kundenservice

Unsere Monuta-Vorsorgeberater sind gerne für Sie da:

0211 522 953 551

Unsere kostenlose Hotline erreichen Sie Montag bis Freitag von 9:00 - 18:00 Uhr.

Kontaktieren Sie uns gerne auch per E-Mail oder über unseren Kontaktbereich!