Bestattungen in den Kulturen

Felsklippen, Greifvögel oder Friedwald – Bestattungen in unterschiedlichen Kulturen

17.07.2018 / Bestattungsarten

Fröhlicher Tanz, Särge in Felsspalten oder Himmelsbestattungen – solche Beerdigungs-Rituale findet man in anderen Kulturen. In Deutschland sind die Gesetze streng. Doch wer sich frühzeitig darum kümmert, kann Wünsche wie Diamanten-Pressungen oder Bestattungen in Leinentüchern durchsetzen. Das Bestattungsunternehmen Monuta beschäftigt sich mit kulturellen Bräuchen und macht für Deutsche möglich, was im Rahmen der Gesetze machbar ist.

Zunächst traurig und besinnlich, dann fröhlich und tanzend geht es zum Beispiel in New Orleans im US-Bundesstaat Louisiana zu: mit der Jazz-Beerdigung, die Anfang des 20. Jahrhunderts entstand. Die Zeremonie beginnt mit einem Marsch der Angehörigen vom Haus des Verstorbenen bis zum Friedhof. Begleitet wird die Trauer-Gesellschaft dabei von einer „Brass-Band“, die bis zur Beisetzung ausschließlich traurige Lieder spielt, bevor es dann fröhlichen Jazz und Swing gibt, zu dem die Angehörigen und Besucher tanzen.

In Teilen der Philippinen und China ist es hingegen Brauch, Tote in Särge zu legen und diese dann zwischen Klippen oder Felsspalten zu platzieren. Diese Bestattung in „hängenden Särgen“ geht auf das indigene Volk der Igorots zurück, die nicht unter der Erde begraben werden wollten, weil sie fürchteten, dass die Seelen der Verstorbenen ersticken würden.

In Tibet gibt es die Himmelsbestattung – eine besondere Art der Luftbestattung. Hierbei wird der Leichnam den Geiern überlassen. Was zunächst brutal klingen mag, soll aber gut für das Seelenheil sein. Denn die Geier sollen die Seele sowohl der Natur als auch dem Himmel zurückbringen und gleichzeitig ernährt werden. Entstanden ist diese Tradition aufgrund der Tatsache, dass im zentralasiatischen Raum, wegen der weitverbreiteten Steinböden, Gräber nicht einfach ausgehoben werden können und Feuerholz zum Verbrennen in einigen Gebieten eine Rarität ist.

Viel unspektakulärer ist es in Deutschland: Hier unterscheiden wir zwischen zwei Beerdigungs-Arten: der Erdbestattung, bei der der Leichnam in einem Sarg in der Erde beigesetzt wird, und der Feuerbestattung, die den Trauernden im Umgang mit der Urne und der Asche des Verstorbenen schon etwas mehr Freiheiten zugesteht: Sie kann auf dem Friedhof in die Erde gelassen, in Friedwäldern unter einem Baum vergraben, in einer Urnenwand eingesetzt oder per Seebestattung im Meer versenkt werden.

„Deutschlands Regularien sind streng – aber auch hier können besondere Bestattungswünsche berücksichtigt werden, wenn entsprechend vorgesorgt wird“, sagt Oliver Suhre, Generalbevollmächtigter der Monuta N.V. Niederlassung Deutschland. Das Unternehmen hat sich auf die komplette Trauerfall-Vorsorge spezialisiert, um dem Verstorbenen zu Lebzeiten und den Trauernden die Auseinandersetzung mit dem Tod zu erleichtern und individuelle Wünsche zu erfüllen. So kann beispielsweise aus der Asche des Verstorbenen ein Erinnerungsdiamant gefertigt werden – die vorherige Einwilligung des Verstorbenen vorausgesetzt. Auch muslimische Bestattungen, bei denen der Verstorbene nach einer rituellen Waschung in einem Leinentuch bestattet wird, sind nach vorheriger Genehmigung möglich.

Auch wir verwenden Cookies, um Ihnen die Benutzung der Website zu erleichtern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Informationen zu unseren Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Datenschutzerklärung   Datenschutz/Cookies   Impressum