Baumfrieden: Nachhaltiger und langfristiger Trauerort

26.05.2020 / Sterbegeld

Bislang ist in Deutschland eine Urnenbeisetzung im eigenen Garten nur in Bremen zulässig. Mit Baumfrieden gehen Monuta und das Bestatternetzwerk Funeria in diesem Diskurs neue Wege.

Einen Gedenkort für einen geliebten Menschen nah bei sich zu haben, das wünschen sich viele Hinterbliebene. Mit Baumfrieden erhalten Angehörige die Möglichkeit, sich nun bundesweit einen persönlichen Erinnerungsort auch auf dem Grundstück zu schaffen.

In einer Kooperation öffnet der niederländische Versicherer Monuta mit seiner Niederlassung in Deutschland den Deutschen die Tür zu den liberaleren Beisetzungsmöglichkeiten des Nachbarlandes – gepaart mit dem Service des bundesweiten Bestatternetzwerks Funerias. Die verstorbene Person wird dazu kremiert und die Asche wird anschließend ins Nachbarland in eine spezielle niederländische Baumschule überführt. Aus 20 Baumarten wie zum Beispiel Ginko, Buche oder Magnolie suchen sich die Hinterbliebenen ihren Wunschbaum aus. In einer Zeremonie wird dem gewählten Setzling die Asche zur Erde im Pflanzkübel beigemengt. Die Nährstoffe der Asche gehen in der folgenden Zeit in den Baum über. Nach sechs bis neun Monaten professioneller Pflege wird den Angehörigen der junge Baum geliefert. Dieser kann im eigenen Garten oder an einem anderen Wunschort auch im Rahmen einer Trauerfeier eingepflanzt werden. „Der Baum als Erinnerungsort, beispielsweise im heimischen Garten ermöglicht es, der Trauer sehr selbstbestimmt Raum zu geben“, so Oliver Suhre. „Die Hinterbliebenen können sich einen ganz persönlichen und gleichzeitig lebendigen Trauerort schaffen, ohne von Friedhofsrichtlinien abhängig zu sein.“

Baumbestattungen schon länger im Trend

Die Liebe zum Wald, die derzeit zunehmend durch jüngere Generationen geprägt wird, stellt einen Antrieb für eine alternative Bestattungsform dar. Friedwälder erfahren auch jetzt zunehmende Beliebtheit bei Vorsorgern und Hinterbliebenen. Laut einer Studie der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau nimmt die Motivation für Baumbestattungen in Deutschland bereits seit Mitte der 2010er Jahre zu. Die Entscheidung für einen Friedwald fällt oft aus Naturverbundenheit und dem Wunsch nach mehr Selbstbestimmung. Ebenfalls wird dies als Alternative zu einem anonymen Grab auf einem Friedhof angesehen. Dennoch wünschen sich Hinterbliebene häufig auch einen Trauerort mit persönlichem Bezug. Vor diesem Hintergrund ist „Baumfrieden“ entstanden.

Nachhaltigkeit ist keine Mode

Mit Baumfrieden möchten der Sterbegeldversicherer Monuta und das Bestatternetzwerk einen Ansatz vorstellen, Überlegungen in nachhaltig gedachte Bestattungsformen anzukurbeln. „Ein Baum stellt etwas Bleibendes dar und ist jedoch anders als etwa ein Grabstein eine lebendige Investition in die Zukunft. Dies sollte nicht als Accessoire verstanden werden, sondern als Unterstützung der Trauerverarbeitung“, erklärt Suhre.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.baumfrieden.de

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